Wir feiern 250 Jahre.
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„Stillstand gab es nie“

13 Knobis feiern in diesem Jahr ihr Jubiläum. „Im Gegensatz zu den Vorjahren sind das deutlich weniger, aber dennoch kommen alle zusammen auf 250 Jahre“, sagte unser Geschäftsführer Jürgen Zahn in seiner Rede. Eine Treue, für die KNOBLAUCH sehr dankbar ist! Unter den Jubilar:innen ist übrigens auch Jürgen selbst – sowie Wolfgang Müller, Leitung Projekte, und Bernhard Bröggelhoff aus der Forschung & Entwicklung. Alle drei feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Firmenjubiläum. Ein Interview.

Wolfgang Müller, Jürgen Zahn (Inhaber & Geschäftsführer), Bernhard Bröggelhoff

Jürgen, dein erster Tag bei KNOBLAUCH. An was erinnerst du dich?

Spontan fällt mir vor allem eine Sache ein: Das grenzenlose Vertrauen von Konni Knoblauch! Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich hier mit einem Team wirken und gestalten darf.

Wolfgang, was sind deine Erinnerungen?

Mein erster Tag war im März 2000. Ich erinnere mich noch gut daran. Das Büro sah damals im Vergleich zu heute völlig anders aus. Alles war deutlich überschaubarer – und irgendwie auch persönlicher. Ich war – soweit ich mich erinnere – die vierte Person in der Projektleitung. Damals waren Projektleitung, Konstruktion und Einkauf noch in einer Funktion gebündelt. Man hat im Grunde alles selbst gemacht.

Die Schreibtische waren riesig – was vor allem an den großen Monitoren lag, die viel Platz brauchten. Ich bekam eine Karteibox, um meine Kontakte zu sammeln … natürlich handschriftlich einzutragen. Und ich glaube, es gab nur eine einzige E-Mail-Adresse für alle.  Wenn ich daran zurückdenke, ist es beeindruckend, wie sehr sich alles entwickelt hat.

Berni, wann hast du angefangen?

Mein erster Tag war eigentlich früher. Ich stand in der Werkstatt – schon vor über 30 Jahren – der Konni (unser Gründer Konrad Knoblauch; Anm. der Red.) nicht da und der damalige Betriebsleiter drückte mir einen Auftrag in die Hand: „Hier, lies durch, Material ist im Lager, wir sehen uns zum Mittag. Ich muss jetzt auf die Baustelle“ – Onboarding – allein das Wort gab es damals nicht – ich glaube auch nicht auf Englisch.

Mai 2000 dann der erste Tag im Büro nach 1 1/2 Jahren KNOBLAUCH-Abstinenz. Konni nicht da, der Zahni so: Hier, dein Büro – ich muss zu… Und er war weg.

In der Werkstatt stehen 20 Schreiner, die jetzt von ihrem ehemaligen Kollegen betreut werden wollen. Einarbeitung vom Vorgänger gab es nicht – der war ja schon seit einem Monat nicht mehr da. Das war schon eine recht frische Brise……und Onboarding war immer noch nicht geboren.

Ihr seid alle drei bereits 25 Jahre bei KNOBLAUCH. Warum seid ihr dem Unternehmen treu geblieben?

Jürgen: Weil ich begeistert davon bin, Räume besser zu machen und weil hier so viele tolle Menschen sind, die etwas rocken wollen!

Wolfgang: KNOBLAUCH ist – seit ich das Unternehmen kenne, also seit 1990 – immer in Bewegung. Stillstand gab es nie. Aus einer typischen Dorfschreinerei hat sich Schritt für Schritt ein Unternehmen im Innenausbau entwickelt, das heute europaweit tätig ist. Diese Entwicklung mitzuerleben und aktiv mitzugestalten, war und ist etwas Besonderes.

Was mich besonders beeindruckt hat: Jeder Einzelne konnte seinen Beitrag leisten. Jeder hatte die Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln – und gleichzeitig das Unternehmen voranzubringen. Diese Dynamik, dieses gemeinsame Wachsen – das hat mich motiviert. Und es motiviert mich bis heute.

Berni: Weil ich schon an ganz vielen verschiedenen Positionen und in ganz vielen verschiedenen Funktionen hier gearbeitet habe – so, als ob ich den Beruf schon ein paar Mal gewechselt hätte – nur halt besser!

Und weil ich mir schon x-mal überlegt habe, ob ich hier richtig bin oder ob der Laden für mich das Richtige ist und ich mir die Frage x+1-mal mit „Ja“ beantwortet habe. Ich bin hier nicht aus lauter Gewohnheit oder weil ich mich nicht verändern möchte, sondern weil ich mich schon ganz oft ganz bewusst für KNOBLAUCH entschieden habe und sich hier dauernd so viel verändert, dass es nicht eintönig wird.

Wo seht ihr besonders große Chancen für KNOBLAUCH?

Jürgen: Ich sehe eine Riesenchance darin, genau unsere Mitarbeitenden in die volle Wirksamkeit zu bringen. Und in echten, physischen Erlebnissen in unseren Räumen, als wohltuender Ausgleich zu KI und Digitalisierung

Wolfgang: Die großen Chancen sehe ich im ganzheitlichen Ansatz unserer Projekte im Innenausbau. Der Bedarf an umfassenden, durchdachten Lösungen wächst – und genau darin liegt unsere Chance. Der hohe Dienstleistungsgrad, den solche Projekte erfordern, wird immer wichtiger. Es geht nicht nur um das Produkt, sondern um das Zusammenspiel: Planung, Umsetzung, Koordination und Betreuung aus einer Hand.

Dazu kommen die Chancen im Zusammenspiel von Menschen und Technik. Die Technik wird immer schneller, besser und leistungsfähiger – aber entscheidend bleibt, wie Menschen sie nutzen, steuern und miteinander verbinden. So einfach der Satz klingt – aber genau darin steckt enormes Potenzial.

Berni: Die Chancen liegen in der Veränderung und damit an der Anpassung an die Gegebenheiten und das immerwährende Streben nach dem Unbekannten und dadurch immer einen kleinen Schritt voraus zu sein. Auf die nächsten 25 Jahre – ups, so viele werden es dann wohl doch nicht mehr für mich. Für KNOBLAUCH GANZ SICHER!

Neben diesem Trio wurden bei der Jubilarsehrung Anfang März elf weitere Jubilar:innen aus verschiedenen Abteilungen für ihre Treue gefeiert! Von zehn bis 30 Jahre war alles dabei.

Besonders ergreifend wurde es bei den Reden für Jürgen, der das Unternehmen seit Konnis Tod geprägt und geformt hat, wie kein anderer. „Du hast es immer verstanden, Menschen zu begeistern, zu fördern und zu unterstützen. Du hattest und hast stets ein offenes Ohr. Viele von uns sind durch Dich gewachsen, fachlich wie persönlich“, sagte Geschäftsführer Klaus Hummel, „danke für all das, was Du uns ermöglicht hast. Wir sind dankbar und stolz, Deinen Weg gemeinsam mit Dir gehen zu dürfen. Denn ohne Deine Vision und Deine Leidenschaft wären wir heute nicht da, wo wir heute stehen.“

Auf weitere 25 Jahre!