Superior Hotel The Floris

Zurück in die Blütezeit

Superior Hotel The Floris

  • The Floris, einst Hotel am Sophienpark
  • Ort: Baden-Baden
  • Kunde: Familie Wilhelm
  • Größe: 95 Zimmer
  • geplante Eröffnung: Frühjahr 2027
  • Leistungen: Strategie, Design, Innenausbau und Montage

Wir kennen viele Gebäude, die sich im Dornröschenschlaf befinden. Und wir lieben es, solche Gebäude wach zu küssen. Das Hotel The Floris, einst Hotel am Sophienpark, gelegen an Baden-Badens Prachtboulevard, der Sophienstraße 14, ist so ein Gebäude. 1733 als Gasthaus „Zum alten Lamm“ gegründet, im 19. Jahrhundert zum Hotel umgebaut und seither als solches betrieben.

Durch viele Renovierungen hat es über die Jahre an Charme verloren. Gemeinsam mit der Eigentümerfamilie, den Architekten Wilhelm,  und Hoteldirektor Marcus Scholz wollen wir das Hotel am Sophienpark in seine einstige Blüte zurückführen. Wachküssen also! Und sogar noch ein bisschen mehr!

Denn nach der umfassenden Sanierung soll The Floris – wie bereits das einstige Grandhotel – zum Treffpunkt internationaler Gäste werden, zeitgemäß interpretiert und mit deutlichem Fokus auf Design, Gastronomie und Aufenthaltsqualität.

„The Floris ist die Rückführung eines Hauses zu seiner Identität, verbunden mit dem Anspruch, es gleichzeitig neu zu definieren“, sagt Managing Director Marcus Scholz. „Wir schaffen keinen nostalgischen Rückblick, sondern ein lebendiges Hotel mit internationaler Ausstrahlung.“

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95 Zimmer und ein großes Parkareal

95 Zimmer hat das Hotel, zu dem ein riesiges Parkareal gehört, auf dem Großherzogin Stephanie von Baden ein Schweizerhaus erbauen ließ. Nachdem wir bereits in das Schweizerhaus zur  Dependance mit 15 Zimmern umgestaltet haben, begann 2025 unserer künstlerischen Leitung nun der Umbau des Haupthauses.

„Nach einer umfassenden Marktanalyse kamen wir gemeinsam mit den Inhabern zu dem Schluss, dass es sinnvoll ist, ein stimmiges Gesamtkonzept für das gesamte Areal inklusive Haupthaus und Park zu erstellen, mit dem sich das The Floris als Boutique-Hotel neu auf dem Markt positionieren lässt“, erklärt unsere Hospitality-Expertin Katja Scharnagel. Ein interdisziplinäres Team aus Architekt:innen, Innenarchitekt:innen und Lichtplaner:innen hat dafür ein Designkonzept erarbeitet, das seit Januar 2025 im Haupthaus umgesetzt wird.

Die Vision

Das Hotel wird zur Hommage an die einstige Blütezeit der Kur- und Bäderstadt Baden-Baden im 19. Jahrhundert. Zur dieser Zeit entstand die Kurarchitektur, das weltbekannte Casino, das Kurhaus. Um 1900 wurde das Hotel zum Grandhotel und beherbergte Schriftsteller Fjodor Dostojewski, Künstler:innen und den Hochadel.

„Wir schaffen im Sophienpark also eine Verbindung zu heute“, erklärt Innenarchitektin Elisa Seubert. Altes bewahren, Neues schaffen – das können wir!

Für das Farbkonzept beispielsweise wurden Bilder der Renaissance genau betrachtet und in verschiedene Farbfelder extrahiert. Die 95 Zimmer – Suiten, Queen-Size und King-Size – werden in den Farben Ockergelb, Bordeauxrot, Petrolblau und Tannengrün mit einem Mix aus Schwarz gestaltet. Teilweise sind die Decken 3,35 Meter hoch, genug Raum für stilvolle Himmelbetten in Messing-Optik.

1733
Das „Gasthaus zum Goldenen Lamm“ bekommt seine „ewige Schildgerechtigkeit“.
1818
Das Gasthaus hat sich als Literatencafé etabliert. Die Sophienstraße entwickelt sich als Promenade.
1820
Großherzogin Stéphanie de Beauharnais kauft Teile der Ländereien, rund um das Hotel. Baden-Baden wird zur prächtigen Kurstadt und zum Treffpunkt der Reichen und Schönen.
1840
Das Gasthaus wird zum „Hof von Holland“ umgebaut – und damit zum Hotel.
1895
Das Schweizerhaus, die heutige Dependance, entsteht als Sommerresidenz der Großherzogin.
1900
Pünktlich zur Weltausstellung in Paris wird das prächtige Grandhotel „Hotel Holland“ eröffnet.
1926
Das „Hotel Holland“ ist fester Bestandteil der Badener-Badener Kurszene. Beliebt: der Wintergarten
1939
Noch kurz vor Kriegsbeginn eröffnet ein Restaurant im „Hotel Holland“.
1945
Franzosen besetzen das Hotel.
1950
Die Volksbank Baden-Baden übernimmt das Hotel. In den Gästezimmern entstehen Tresor- und Büroräume.
1965
Die Volksbank bleibt Eigentümer, verpachtet das Gebäude aber. Es wird wieder zum Hotel, wird mehrfach saniert.
2012
Aus dem Hotel Holland wird das Hotel am Sophienpark.
2024
Die Konrad Knoblauch GmbH saniert die Dependance umfassend.
2025
Baubeginn für das einstige Hotel am Sophienpark, neu The Floris, – das wieder in seine Blütezeit zurückgeführt werden soll
2026
Das Hotel am Sophienpark wird zum The Floris umbenannt, die Strategie wird der Öffentlichkeit vorgestellt

Grundlegende Sanierung

„Beim Hotel The Floris verändern wir die gesamte Struktur des Hauses, um den neuesten Anforderungen an Elektronik, Brandschutz, Klima-Lüftung-Sanitär gerecht zu werden“, erläutert Hospitality-Expertin Katja Scharnagel. Eine Kernsanierung also, die in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt passiert; schließlich arbeiten wir hier mit historischer, geschützter Bausubstanz. Und wer schonmal kernsaniert hat, weiß, dass es dabei immer wieder zu Überraschungen kommt. Denn fertige Pläne wie bei einem Abriss und Aufbau gibt es schlicht nicht.

„Wir bringen ein Gebäude aus dem Jahr 1733 auf den Stand von 2027 und schaffen so den Komfort eines 4-Sterne-Superior-Hotels.“ Katja Scharnagel, Hospitality-Expertin

Besonders spannend: Das historische Treppenhaus mit rekonstruierter Farbgebung sowie freigelegten Mosaikelemente. Das riesige Treppenhaus gibt Ebenen vor, auf denen sich dann die 95 Zimmer befinden.

Detailliertes Lichtkonzept

Spannend: Es gibt bis ins kleinste Detail Rundungen. So werden beispielsweise für die Bäder extra filigrane Hängeregale gefertigt, die gleichzeitig Lampe sind. „Das Lichtkonzept ist sehr detailliert“, erläutert Lichtplaner Ali Demir, „wir schaffen durch indirekte Beleuchtung eine cozy Atmosphäre in den Zimmern.“ Stuckleisten, filigrane Möblierung, samtige Vorhänge, warmes Licht –  das klingt schon sehr nach einem Boutique-Hotel, oder?

Gastronomie als Anziehungspunkt

Ein zentraler Bestandteil von The Floris ist das „1733 Restaurant & Bar“, das sich zur Sophienstraße öffnet und sich bewusst auch als neuer Hotspot für die Baden-Badener positioniert. Hier wird es ab 2027 weltoffene Küche von Culinary & Hospitality Head Chef Joachim Altvater geben, der bereits mit einem mobilen Gastronomiekonzept in der Region präsent ist.

Ein besonderes Highlight: Die großzügige Terrasse mit Blick in den riesigen Hotelgarten. „Diese Lage ist wirklich einmalig in Baden-Baden“, schwärmt Katja, „auf der einen Seite der Innenstadt-Boulevard, auf der anderen Seite eine geschützte Terrasse mit ruhiger Parkatmosphäre.

Positionierung im gehobenen Hotel-Segment

Neben der Gastronomie bietet The Floris künftig einen privaten Wellness- und Fitnessbereich, moderne Meetingflächen und einen exklusiven Gartenbereich für Hotelgäste. „Damit positioniert sich das Haus gezielt im gehobenen Individual- und Leisure-Segment sowie für kleinere Business-Formate“, heißt es in einer Medienmitteilung von The Floris aus dem Mai 2026.

Dependance geöffnet

Während der laufenden Bauphase bleibt die Dependance mit 15 exklusiv eingerichteten Zimmern, die wir bereits 2024 gestaltet und gebaut haben, im hinteren Teil des Parks geöffnet. Sie dient als erster operativer Baustein und ermöglicht es, Service und Positionierung bereits vor der offiziellen Eröffnung zu testen.

Habt ihr Lust, regelmäßige Updates zum Projekt zu bekommen? Dann schaut unbedingt ab und an hier rein. Die Eröffnung des Hotels ist für 2027 geplant – und wir haben viel zu erzählen.

Marcus Scholz im Interview.

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