Showroom Modeagentur Picinelli

Showroom in einstiger Maggi-Fabrik

Showroom Modeagentur Picinelli

  • Kunde: Modeagentur Picinelli
  • Ort: The Valley, Kemptthal / Schweiz
  • Größe: 615 qm
  • Eröffnung: Juni 2026
  • Leistungen: Design & Möblierung

Manchmal passen Ort und Nutzung perfekt zusammen. So wie im neu gestalteten Showroom der Picinelli Modeagentur im Innovationsareal „The Valley“ im schweizerischen Kemptthal. In den ehemaligen Hallen der historischen Maggi-Fabrik entstand auf 615 Quadratmetern ein Ort, an dem internationale Fashion-Kollektionen ihre Bühne finden – eingebettet in eine Architektur mit legendärer Geschichte.

Ursprung der Maggi-Würze

Historische Backsteinfassade, hohe Decken und markante Rundbogenfenster prägen den aufwendig sanierten Kemptpark, ein ehemaliges Industrieareal aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Niemand geringerer als Julius Maggi selbst wandelte die einstige Mühle in Kemptthal im Kanton Zürich in eine Suppenfabrik um und erfand dort 1886 die legendäre Maggi-Würze. Was für eine Geschichte, oder?!

Industrieareal wird entwickelt

2018 übernahmen Immobilienentwickler den Großteil des rund ein Kilometer langen Geländes und transformierten es in „The Valley“, ein hochmodernes Innovationsareal, das inzwischen über 140 Unternehmen beherbergt. Auch der Schweizer Modeagenturinhaber Daniel Picinelli war sofort von begeistert: „Ich fuhr immer an der Autobahn an der Location vorbei, war aber noch nie dort. Irgendwann habe ich dort eine befreundete Agentur besucht, die bereits im Valley eingezogen war. Und dachte: Wow!“ Hier gibt es eine Zukunftsvision, ein völlig neues Mindset und spannende Vibes. Nachdem Picinelli sich drei, vier Räumlichkeiten im Rohbau angeschaut hatte, entschied er sich gemeinsam mit seiner Familie für seinen heutigen Showroom.

Neuer Showroom

Für seinen neuen 380 Quadratmeter großen Showroom, der sich über zwei Ebenen erstreckt, hatte Daniel Picinelli eine sehr klare Vision: „Ich wollte der Ware mehr Raum geben und nicht mehr alles so eng haben, sondern luftig.“ Nach der Designpräsentation in unserem Markdorfer home of identiy war Daniel Picinelli sofort hin und weg: „KNOBLAUCH hat genau verstanden, was ich möchte. Das ist mir noch nie so passiert.“

DNA der Modeagentur wird sichtbar

„Die Story hinter der Story, also die Persönlichkeit von Daniel Picinelli und seine Anforderung, standen von Anfang an im Vordergrund. Zudem war es wichtig, dass Gegenstände aus dem alten Showroom, die auch die DNA der Modeagentur ausmachen, wieder einen prädestinierten Platz in der neuen Location finden. Dazu gehört natürlich auch die obligatorische alte Tresenglocke, die die Kunden beim Betreten des Showrooms mit einem Lächeln gerne bedienen“, erklärt Retail-Experte Chris Zorn.

Storedesign gibt Marken eine Bühne

Gemeinsam mit Daniel Picinelli entwickelte KNOBLAUCH ein Gestaltungskonzept, das die vorhandene Architektur bewusst in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig wurden zahlreiche bestehende Designmöbel, Leuchten und Einzelstücke harmonisch integriert und gezielt durch neue Einbauten ergänzt. „Wir haben hier mit den Rundbogenfenstern, den konisch verlaufenden Säulen und dem vielen Tageslicht ein unfassbar schönes Grundgerüst“, erklärt unsere Innenarchitektin Sophia Tölle, „unsere Aufgabe war es, das zu unterstreichen und den verschiedenen Marken eine klare, eigenständige Bühne zu geben.“

Zonierung der Fläche

Der zweigeschossige Showroom ist klar gegliedert. Während sich im Erdgeschoss eine Schuhfläche befindet, geht es im Obergeschoss um internationale Modebrands wie etwa Cinzia Rocca, Roy Robson, L.B.M.1911 und Antonelli Firenze.

Für maximale Flexibilität fertigten unsere Schlosser Stahlbarren in verschiedenen Längen und Ausführungen. „Wir haben uns hier für ein einheitliches, geradliniges Design entschieden, das viele Möglichkeiten für Variationen bietet, beispielsweise für die Inszenierung von Einzeloutfits, aber auch für Accessoires“, betont Sophia. Mit ihrer bronzierenden Oberfläche mit Glimmereffekt bilden die Barren einen Kontrast zu den hellen Räumen.

Großformatige Brand-Darstellungen sowie präzise ausgearbeitete Logos aus schwarzem und weißem Plexiglas sorgen für Orientierung. Vorhänge gliedern einzelne Bereiche zusätzlich und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Zudem besteht eine hohe Flexibilität, um auf saisonale Veränderungen reagieren zu können.

Tina Windscheid, Daniel Picinelli (Inhaber) & Chris Zorn (KNOBLAUCH)

„Unsere Kundinnen und Kunden sind so begeistert vom Showroom, das ist wirklich toll. Sie sehen, wie wir in die Zukunft investiert haben und sagen, dass es ihnen eine Freude ist, bei uns Kollektionen auszusuchen“,

sagt Daniel Picinelli.

Highlight Cafébar

Herzstück des Showrooms ist die großzügige Bar. Die Theke ist mit einer hochwertigen Kompaktplatte ausgestattet, deren Oberfläche den offenporigen römischen Travertin interpretiert – edel in der Optik und gleichzeitig robust im Alltag.

Hier entstehen Gespräche, Kollektionen werden vorgestellt und Veranstaltungen begleitet. Eine integrierte Kaffeemaschine, großzügiger Stauraum sowie Kühlmöglichkeiten für einen leckeren Prosecco machen die Bar zum kommunikativen Mittelpunkt des Showrooms. „Wir schaffen starke Partnerschaften zwischen Labels, Stores und Menschen“, erklärt Daniel Picinelli.

Ein besonderer Hingucker sind auch die historischen Vitrinen und der Warentisch in Holzoptik, der von Glasleuchten von Foscarini aus dem Bestand von Daniel Picinelli ins rechte Licht gerückt wird.  Apropos Licht: Auch die bronzefarbenen Tom Dixon-Lampen und ein Kronleuchter von Nemo Crown finden im neuen Showroom ihren perfekten Platz. Der Kronleuchter setzt den Flügel gekonnt in Szene, der bei Modeschauen regelmäßig von einem Pianisten bespielt wird. Daybeds, Sessel und weitere Sitzgelegenheiten schaffen eine entspannte Lounge-Atmosphäre.

Alt und neu kombiniert

„Bestehendes weiterzudenken und mit neuen Elementen zu verbinden, macht Projekte wie diese besonders spannend“, sagt Sophia, „gerade, weil sowohl die Architektur als auch die Einrichtung so außergewöhnlich sind, entsteht eine Atmosphäre mit echter Identität.“ So wurde aus einem ehemaligen Industriegebäude ein Showroom, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet – und Mode perfekt inszeniert.

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