4-Sterne-Superior-Ambiente in einem familiengeführten Hotel vor einer traumhaften Bergkulisse – so könnte man das Hotel Erlebach im Kleinwalsertal in wenigen Stichworten beschreiben. Etwas Wichtiges fehlt aber noch: die herzliche Gastfreundschaft, mit der Sara und Raimund Bischof ihre Gäste, darunter sehr viele Stammgäste, empfangen.
Dies spiegelt sich im neuen Gastro-Bereich wider, den wir für das Hotel Erlebach gestalten durften. „Unser Ziel war es, für unsere Gäste ein Wohnzimmer zu schaffen, in dem sie ankommen, sich wohlfühlen und entspannen“, erklärt Geschäftsleiter Raimund Bischof, „und genau das ist uns mit dem neuen Bar-Lounge-Bereich sehr gut gelungen.“ Hier können die Gäste nach dem Abendessen noch gemütlich bei einem Stück Käse und einem Cocktail den Abend ausklingen lassen.
Die Gestaltung schafft Behaglichkeit, ohne überladen zu wirken. Eine unaufgeregte und zugleich klare Designsprache repräsentiert die Werte des Hauses: Naturverbundenheit, eine warme, entspannte Atmosphäre und Liebe zur Region zeigen sich in der Bar, im Weinraum, aber auch im Restaurant und im Büffetbereich.
Die Bischofs haben in den vergangenen Jahren immer wieder ins Hotel Erlebach, das bereits in dritter Generation geführt wird, investiert. Zuletzt wurden das SPA und den Eingangsbereich mit Rezeption neu gestaltet. Zentrale Designelemente sind Grüntöne an den Wänden, Holzverkleidungen und schwarze Metallelemente. Darauf aufbauend hat unsere Innenarchitektin Theresa Scholz das Konzept für den Bereich entwickelt, in dem sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen.
„Die Familie Bischof strahlt viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft aus“, erklärt unsere Innenarchitektin Theresa, „beides wollten wir in das Raumkonzept übersetzen.“ Im Mittelpunkt der Designsprache steht der Lauf der Sonne vor der imposanten Kulisse der Allgäuer Alpen, und entsprechend trägt die Farbpalette den Namen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Die Farbe Grün ist dabei das zentrale Element beispielsweise beim Eingang.
– wir haben die relativ große und verwinkelte Fläche komplett neu zoniert, sodass die Gäste sich zum einen besser orientieren können, zum anderen aber auch die Funktionalität für die Mitarbeitenden deutlich verbessert wurde. Zugleich wirkt die Fläche durch die Farbgebung aufgeräumt und strukturiert.
an den Wänden greifen die Stimmung der verschiedenen Tageszeiten auf – der hell gestaltete Frühstücksbereich erinnert an den Sonnenaufgang, elegantes Dunkelblau prägt den Farbverlauf in der Bar, wo man den Abend ausklingen lässt. Die Bar als zentrales Element ist ebenfalls in Blau gehalten.
Die Hohlkehlen im Restaurant wurden beibehalten und unterstreichen die Behaglichkeit – wie Hände, die sich über die Gäste legen. In der Büffetzone wird das architektonische Element beispielsweise durch eine Miniatur-Hohlkehle aufgegriffen.
– Theresa Scholz, Innenarchitektin
Schnell war klar, dass die Hohlkehlen ein schönes Raumgefühl schaffen und nichts sein sollten, was man bei der Renovierung einfach „zufällig“ übernommen hat. Ganz im Gegenteil: In der Nische im ehemaligen Eingangsbereich wurde sogar eine neue Hohlkehle gebaut. Auch die schöne alte Holzdecke ist größtenteils erhalten geblieben – sie unterstreicht das Gefühl der Gäste, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
„Das beste Design nutzt nichts, wenn es operativ nicht funktioniert“, erklärt unsere Hospitality-Expertin Katja Scharnagel. Hotellerie ist Hochfrequenzbetrieb – das heißt, hier werden alle Bereiche täglich intensiv genutzt. Dementsprechend haben wir bei der Zonierung auf verbesserte Laufwege geachtet. Und auch bei der Auswahl der Materialien und Produkte spielte Funktionalität und Langlebigkeit eine wesentliche Rolle.
„Für uns ist es sehr wichtig, unseren Mitarbeitenden hier optimale Bedingungen zu bieten, denn wir verstehen uns als Familie“, betont Raimund Bischof. Eine von unserem Projektpartner FHE in Dornbirn perfekt geplante und ausgestattete Hotelküche rundet den Umbau des Gastrobereichs ab. „Laufwege wurden optimiert und sehr hochwertige Geräte eingebaut“, so Bischof.