Ob Abendkleid oder Anzug: Im Bekleidungshaus Frühauf im bayrischen Freystadt werden oft ganze Hochzeitsgesellschaften ausgestattet, und das schon seit fast 200 Jahren. Woher wir das wissen und was wir damit zu tun haben?
Wir haben schon einmal mit dem traditionsreichen Modehaus zusammengearbeitet. Rund zehn Jahre später durften wir den Bereichen Damen Premium und Damen Casual & Trend einen neuen Look verpassen.
Die Betreiberfamilie Pirzer lebt gemeinsam mit der nächsten Generation – Tochter Stephanie Jechnerer – die Mischung aus Tradition und frischem Zeitgeist. Schon der Standort spricht für sich: Am historischen Freystadter Marktplatz verkauft das Familienunternehmen Frühauf, das ursprünglich als Jagdausstatter startete, heute angesagte Outfits von Brands wie Marc O’Polo, Max Mara, Someday, Cambio oder Barbour.
Geschneidert wird bei Frühauf übrigens bis heute: In der hauseigenen Schneiderei werden Ballkleider und Co. bei Bedarf individuell angepasst. Der offene Bereich, der die einzelnen Ebenen des Modehauses miteinander verbindet, ermöglicht einen Blick auf das Schneiderhandwerk. Ein Familienunternehmen durch und durch, das das Herz am richtigen Fleck trägt.
Unsere Innenarchitektin Lena Dünser war schon beim ersten Besuch von Freystadt hell begeistert. „Wie eine kleine Oase“, schwärmt sie von der mittelalterlichen Stadt, die mit Stadttoren, malerisch-bunten Häusern, Kopfsteinpflaster und viel Grün besticht. Eine perfekte Inspiration für ihr Designkonzept, das sich perfekt ins Gesamtbild des Hauses einfügt.
Weil man bei Frühauf großen Wert auf individuelle Beratung legt, haben wir auf die Gestaltung der zwei großen Kabinenräume besonderes Augenmerk gelegt: Die Umkleiden sind zentral platziert, sodass die Mitarbeiterinnen einen guten Blick auf die Kund:innen haben.
Bei der Möblierung, die im Hause KNOBLAUCH geplant und gebaut wurde, haben wir vor allem auf luftig-leichte Warenträger gesetzt; im Premium-Bereich zum Teil auch auf Deckenbarren, die den Boden frei lassen. Halbtransparente Vorhänge in den Schaufenstern machen neugierig auf das Angebot im Inneren; viele Spiegel – auch vor den Kabinen – ermöglichen einen Blick auf das Outfit aus verschiedenen Perspektiven.
All das natürlich immer mit dem Blick auf die Kundenwünsche:
Eine Cafézone im Kassenbereich rundet das Einkaufserlebnis ab – ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie, in der die Beratung und Service fest verankert ist. „Die Kunden wissen und schätzen das und kommen zum Teil von weit her“, weiß Lena. Wenn man dann nicht nur das perfekte Abendkleid gefunden hat, sondern auch noch zu einem Espresso eingeladen wird – so wird das Einkaufserlebnis gleich noch zur kleinen Auszeit.
Was Events angeht, sind die Pirzer-Jechnerer ohnehin Profis. „Mein Motto ist: Schaff‘ Frequenz, wenn du Frequenzmangel hast!“, sagt Stephanie Jechnerer Den gibt es im Hause Frühauf nicht – trotz der ländlichen Lage. Denn Jechnerer und ihr Team denken sich immer wieder Highlights aus, die ihnen den Laden voll machen.
Da wäre beispielsweise das samstägliche Modefrühstück in der Freyblick-Lounge. „Unsere Kundinnen und Kunden frühstücken gemütlich und während sie ihre festliche Mode, zum Beispiel für eine Hochzeit raussuchen, spielen die Kinder in der liebevoll gestalteten Kinderecke“, erklärt Stephanie. Eine Idee, die aufgeht. Und sogar neulich, mitten in der Umbauphase im Februar 2026, sei der Laden proppenvoll gewesen: Beim Valentinsbrunch gab es im 1.OG Sekt und Krapfen, während im Erdgeschoss noch Baustelle war. „Sonst fährt doch niemand samstags nach Freystadt“, sagt Stephanie und lacht.
Bei dem Projekt gab es noch eine kleine Besonderheit: In diesem Fall hatte Familie Pirzer selbst die Bauleitung inne und Gewerke koordiniert. „Wir hatten einen recht kurzen Bauzeitraum, bei dem die Gewerke des Kunden und von KNOBLAUCH gemeinsam auf der Fläche waren“, berichtet Projektleiterin Judith Hämmerle. Da waren kurze Kommunikationswege und schnelle Absprachen wichtig.