Am großen Gasherd aus Emaille steht die Nonna in ihrer geblümten Schürze und rührt in einem großen Kupfertopf in der blubbernden Tomatensauce. Das Aroma mischt sich mit dem Duft von Oregano, Rosmarin, Basilikum und frisch geriebenem Parmesan. Das Gefühl, bei Freunden in einer italienischen Küche zu Gast zu sein: Mit dieser Vision haben wir das Feinkostgeschäft Buongustaio von Kathrin und Stefan Barbisch in Bregenz, Österreich, umgestaltet.
Die Barbischs haben die Buongustaio Handels GmbH vor rund zehn Jahren mit sechs Standorten in Vorarlberg und Österreich als Franchise-Geber übernommen und vorrangig die Franchise-Nehmer mit italienischen Spezialitäten beliefert. „Jetzt wollen wir den Standort in Bregenz wieder selbst betreiben“, erklärt Stefan Barbisch, „und da war uns ein Konzept mit Wiedererkennungswert und einem Fokus auf den Handel wichtig.“ In den vergangenen Jahren sei das Buongustaio Bregenz stark gastronomisch interpretiert worden, das soll sich nun wieder ändern.
Klein, aber fein präsentiert sich das Buongustaio schon seit vielen Jahren auf zwei Stockwerken in der Anton-Schneider-Straße in Bregenz. In dieser malerischen Straße reiht sich eine Spezialitäten-Adresse an die nächste – und nun auch das Buongustaio im neuen Look, den Innenarchitekt Michael David entworfen hat. „Wir wollten eine gelebte und belebte Fläche schaffen“, sagt er.
Das untere Stockwerk ist in erster Linie der Feinkost vorbehalten, bietet aber auch Sitz- und Stehmöglichkeiten für einen schnellen Espresso oder ein Glas Wein. Bestehende Tragwerke und Stützen, die einen Hauch Industrie-Charme versprühen, waren bislang schwarz lackiert. Ihnen haben wir einen weißen Anstrich verpasst, sodass sie etwas in den Hintergrund rücken und das Augenmerk stärker auf die Waren gelenkt wird.
„Bei uns geht es um den Erlebniseinkauf“, so Stefan Barbisch, „und da bekommt man neben Spitzen-Zutaten, auch ein feines Rezept oder eben zwischendurch den Espresso serviert.“ Die Gastrofläche ist über eine Treppe erreichbar und ist für alle gedacht, die etwas länger bleiben möchten.
Durch die zwei Stockwerke ergibt sich im Buongustaio ein insgesamt etwa fünf Meter hoher Raum, den modern-minimalistische Kronleuchter im Industrial-Look betonen.
betont Barbisch.
Öle und Essige, Schokolade, Risottoreis, Weine, frische Käse- und Wurstwaren und vieles mehr – das Dolce Vita wird in flexiblen und höhenverstellbaren Warenträgern der Firma roomly zelebriert. Diese sind ebenso perfekt ausgeleuchtet wie der Weinschrank, in dem erlesene italienische Tropfen präsentiert werden, die perfekt zu einem Pastagericht passen, wie es auf dem Emailleherd der Nonna gekocht wird.
Doch auch an Gastlichkeit fehlt es im neugestalteten Buongustaio in Bregenz nicht: Im Obergeschoss haben wir den konventionellen Sitzbereich mit einem langen Brett aus rustikalem Holz entlang der Brüstung ergänzt, das Bar-Atmosphäre schafft. „Wir wollen hier auch weiterhin kleine Events machen mit Winzern oder Olivenölproduzenten“, berichtet Barbisch. Besonders spannend findet er, dass Michael David mit dem Grün eine neue Farbe eingeführt hat, die bislang nicht dem CI entspricht. „Das erfordert planerischen Mut“, so der Unternehmer.
Mit dem neuen Buongustaio in der Anton-Schneider-Straße haben die Barbischs einen Prototypen geschaffen, den sie nach und nach auf weitere Standorte ausrollen wollen.