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PENTHOUSE - MITTEN IN DER STADT UND DOCH IM GRÜNEN

Was sich zunächst als Widerspruch anhört, wurde im Großraum Frankfurt von der Konrad Knoblauch GmbH in beispielhafter Art umgesetzt. Beim Umbau einer Wohnung aus den frühen 1960er hat das Unternehmen aus Markdorf am Bodensee mit mehreren ergänzenden Riegeln in Holzbauweise den Bewohnern das Haus neu auf den Leib geschneidert. Über 350 Quadratmeter auf dem Dach eines Geschäftshauses in der Fußgängerzone einer Gemeinde mit knapp 20.000 Einwohnern und über den Dächern der Stadt. Die Lage des neuen Penthouses mit einem fantastischen 360° Panorama vereint die Vorzüge des urbanen Lebensgefühls mit den Annehmlichkeiten des Blicks ins Grüne.

Sehr bewusst wurde der Bestand, der das eigentliche Geschäftshaus bereits mit einem Stockwerk und einem Aufzugschacht überragte, betrachtet und die Möglichkeiten aufgegriffen, die der Bau bereits anbot. Schnell war klar, dass die durch den Schacht gegebene Gesamthöhe aufgegriffen werden sollte. Die Planer entschieden sich für eine Erweiterung des Wohnraums durch die Stapelung mehrerer Riegel, die sich in Größe und Ausrichtung unterscheiden. So entstanden drei voll nutzbare Ebenen, die durch Treppen und Lufträume vertikal miteinander verbunden sind. Jedem Riegel wurde eine eigene Nutzung zugewiesen:

 

 

Der erste Bestandsriegel in der ersten Ebene umfasst rund 120 Quadratmeter und beherbergt den Bereich für die Kinder und die Gäste.

Die zweite Ebene setzt sich aus zwei Riegeln mit gesamt gut 140 Quadratmetern zusammen. Ein Riegel aus dem Bestand, in dem sich der Essbereich befindet, wurde mit einer Erweiterung um die Küche und die anschließende Pergola verlängert. Im anderen Riegel befindet sich das Wohnzimmer mit 360° drehbarem Kamin, der individuell auf den Betrieb mit Ethanol umgebaut wurde, da die Befeuerung mit Holz aufgrund der innenstädtischen Lage nicht genehmigt wurde. Der Wohnriegel wurde um einen Luftraum ergänzt, der das Wohnzimmer nach oben in die dritte Ebene öffnet. Auf der zweiten Ebene befindet sich ebenso der Dachgarten, der mit einer Gesamtfläche von rund 150 Quadratmetern und dem Outdoor-Pool, sowie der mit einer Pergola überdachten Outdoor-Küche mit integriertem Barbeque-Grill ein wahres Highlight ist. Damit sind alle Vorzüge eines klassischen, freistehenden Wohnhauses mit Garten gegeben.

Der quergestellte Riegel in der dritten Ebene umbaut den vorhandenen Aufzugschacht. Auf mehr als 50 Quadratmetern wurde hier das Elternschlafzimmer mit Ankleide und großzügigem Badezimmer eingebaut. Der Riegel ragt über die darunter liegende Ebene heraus, so dass das Schlafzimmer über dem Dachgarten schwebt.

Es sind die fließenden Raumübergänge, die das Penthouse trotz aller klar definierten Bereiche ganzheitlich wirken lassen. Die einzelnen Riegel sind durch jeweils wechselnde Bodenbeläge und Wandfarben abgegrenzt und machen einengende Trennwände weitestgehend unnötig. Betont wird die räumliche Großzügigkeit durch die gläsernen Faltanlagen, die die Küche zum Dachgarten hin öffnen und auch im Wohn- und Schlafzimmer den Innen- und Außenraum verschmelzen lassen.

Die Höhe der dreigeschossigen Wohnung ist insbesondere über die zentral platzierten Treppen spürbar. Im Treppenauge kommt eine perforierte Platte zum Einsatz, deren durch das sich nach oben verändernde Lochmuster zunehmende Blickdichtigkeit, die gewünschte Privatsphäre markiert. Zu den angrenzenden Räumen und Fluren sind sanft getönte Glasscheiben als Geländer angebracht, was die Leichtigkeit des Hauses betont.

Die Treppen zwischen der ersten und zweiten Ebene verlaufen bewusst gegenläufig, um durch den entstandenen Luftraum eine vertikale Verbindung zu schaffen. Auch das nach oben geöffnete Wohnzimmer schafft eine optische Anbindung zum Spa-Bereich, der sich auf der darüber liegenden Ebene befindet. Eine weitere Verbindung und Blickbeziehung besteht zwischen dem Wohngeschoss und dem Elternbereich: Ein Steg über dem Luftraum der Treppe bindet das Badezimmer an. Und hier wartet mit dem großen Oberlicht ein weiteres Highlight – geschützt vor Einblicken kann man beim Duschen und Baden den blauen Himmel und das Sternenbild betrachten.

Die Lage des Penthouses über den Dächern der Stadt und die Riegel-Architektur haben es ermöglicht, jeden Bereich gewollt auszurichten und die schönsten Ausblicke festzuhalten. Die Ebene eins ist nach Ost/West ausgerichtet, so dass die Kinderzimmer von Mittags- und Abendsonne profitieren. Von der zweiten Ebene mit Wohn-, Koch- und Essbereich und dem Dachgarten genießt man das bereits erwähnte Rundumpanorama und wird den ganzen Tag über von Licht und Sonne verwöhnt. Die grafische Dachstruktur der Pergola greift dies auf und zaubert sich laufend ändernde Schattenspiele. Vom Wohn- und Esszimmer aus haben die Bewohner darüber hinaus einen unverbauten Blick auf die Altstadt und die Fußgängerzone. Die Südost-Ausrichtung der dritten Ebene sorgt für blendfreies Nordlicht im Spa-Bereich und Morgensonne im Elternschlafzimmer. Von hier kann man das nahe gelegene Schloss sehen, von der anderen Seite kann man den Blick über die Altstadt schweifen lassen und ist dank des baulichen Rücksprungs vor Einblicken geschützt.

Die Harmonie des Hauses liegt auch darin begründet, dass Architektur und Innenarchitektur von Anfang an zusammengearbeitet haben und das Gestaltungskonzept konsequent von außen nach innen wachsen konnte. Dadurch entsteht eine untrennbare Einheit, die das Gesamtdesign als selbstverständlich erscheinen lassen. Wie auch die Riegel-Architektur des Gebäudes selbst, zeigt sich der Innenraum ebenso geradlinig, modern und zeitlos. Die Einrichtung soll die vierköpfige Familie durch alle Lebensphasen begleiten. So wurden beispielsweise die Hochbetten in den Kinderzimmern so gestaltet, dass sie auch zu einem Jugendlichen passen – der auf der eingezogenen zweiten Ebene weniger das Baumhaus zum Spielen sucht als den privaten Rückzugsort. Das Badezimmer für die zwei Kinder befindet sich in einem langen und sehr schmalen Raum. Die Zonierung durch die Badelemente selbst und die farbliche Absetzung der Raumenden mit Badewanne  auf der einen, sowie Dusche und WC auf der anderen Seite, wurde der Raum optisch verkürzt. Die Comic-Fliesen an den Wänden verleihen dem Bad einen jugendlichen Charakter, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Das elterliche Badezimmer erstrahlt in hellen Tönen. Im gesamten Raum wurden nur acht Fliesen verlegt, sechs davon an der Wand und zwei am Boden. Das dezente Marmorweiß harmoniert zu der weiß geölten Douglasie, die den Rest des Bodens belegt. Die besondere Stimmung zieht sich weiter bis in den Spa-Bereich. Gedämpfte, warme Farben lösen das zarte Weiß ab. Das dunkle Blau der Liegenische der Saunakabine hat eine beruhigende Tiefenwirkung und verträgt das wechselnde Muster der Fliesen innerhalb der runden Bodenfläche.

Besonderes Augenmerk verdient die Küche als Zentrum des Familienlebens. Der mittige Küchenblock dient mit einfachen Hockern als Küchentisch, während das integrierte Metallgestell mit den Schubkästen subtil an einen alten Holzherd erinnert. Die Wandschränke sind mit hochwertiger Lamellenoptik verkleidet und stehen Pate für das gute alte Küchenbuffet. Trotz der großen und markanten Einzelelemente wirkt die Küche dank des freundlichen Farbschemas sehr leicht. Der geölte Nussbaum der Kochinsel wiederholt sich im angrenzenden Essbereich.

 

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